Steh‘ auf für eine andere Bahnpolitik

Steh‘ auf für eine andere Bahnpolitik! Unter dieses Motto haben die Schwabenstreichler in Berlin die Kundgebung am vergangenen Samstag, 5. März 2011, gestellt. Solidarisch mit den Gegnern von Stuttgart 21, die in Baden-Württemberg am Samstag ebenfalls Aktionen und Demonstrationen  durchführten luden die Berliner auf dem Potsdamer Platz zu einem Kultur- und Protestprogramm rund um die Frage „Was für eine Bahn wollen wir?“ ein.

Die Kundgebung war Auftakt, um miteinander ins Gespräch zu kommen, einander kennenzulernen und gemeinsam dafür sorgen, dass die Weichen der Bahnpolitik neu gestellt werden.

Neben Sabine Leidig (MdB, Die Linke ), konnten Michael Cramer (MdEP, Die Grüne),  Martin Schlegel (BUND), Karl-Peter Naumann (Bundesvorsitzender PRO BAHN) sowie Bernhard Knierim von dem Bündis „Bahn für Alle“ und Dieter Hartmann von „Berlin fährt frei“ als Redner gewonnen werden.

Ganz in der Tradition der Proteste um Stuttgart 21 formten der Kabarettist Gerald Wolf, der Liedermacher Tom Duerner sowie die Berliner Band Tapete das Kulturprogramm.

In Stuttgart streben die Bürgerinnen und Bürger eine vernünftige Lösung für den geplanten Bahnhofsbau an. Sie wehren sich gegen die Pläne der Deutschen Bahn, den Bahnhof und mit ihm Millarden Euros unter die Erde zu legen; sie kämpfen für mehr Mitbestimmung und sind mit ihrer Bewegung „Gegen S 21″ ein Symbol für ein erwachendes Bewusstsein der Menschen geworden, das sich der Profitgier, dem Machtanspruch weniger, Verschleierungstaktiken und Vetternwirtschaft entgegenstellt.

Von der Fehlentwicklung der Bahnpolitik sind aber nicht nur die Stuttgarter betroffen. In Berlin zeichnet sich diese Fehlentwicklung überdeutlich im Chaos der S-Bahn ab. Da werden Liniennetz und Fahrbetrieb mit den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger finanziert, die Gewinne aus dem Betrieb der S-Bahn aber nicht wieder zu deren Erhalt und Weiterentwicklung reinvestiert.

Das S-Bahn-Chaos auf Kosten der Kunden ist mehr als ein Ärgernis.  Es steht für eine Fehlentwicklung im Bereich der Gemeingüter: Zugunsten eines Privatisierungs- und damit Gewinnmaximierungswahns werden öffentliche Aufgaben nicht mehr erfüllt.

Bereits am morgigen Dienstag, 8. März, lädt die Initiative „Berliner-S-Bahn-Tisch“ zur Podiumsdiskussion „Rettet die Berliner S-Bahn!“ ins Haus der Demokratie in der Greifswalder Straße 4 um 19 Uhr ein.

Auf dem Podium diskutieren:

Winfried Wolf (Verkehrswissenschaftler), Peter Polke (Vertrauensperson der EVG und Mitglied Betriebsrat der S-Bahn), Jörg Kronberg (Gewerkschaftssekretär EVG), Carl Waßmuth (Pro Bahn Berlin), Rouzbeh Taheri (Berliner Krisenbündis).

Veranstalter: Bündnis Bahn für Alle, attac Berlin, Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegung Berlin, Berliner Krisenbündnis

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