Weichen neu stellen: „Berliner S-Bahn-Tisch“ in Gründung

5. März: Kundgebung „Steh‘ auf für eine andere Bahnpolitik!

8. März: Podiumsdiskussion „Rettet die Berliner S-Bahn!“

17. März: Treffen zum ersten „Berliner S-Bahn-Tisch“

An vielen Orten, an zahlreichen Tischen, wird seit Wochen die Frage gestellt: Wohin fährt die Berliner S-Bahn? Sind wir ZwangskundInnen oder BürgerInnen? Was für eine S-Bahn wollen wir? GewerkschaftlerInnen, PolitikerInnen, Bürgerinnen und Bürger finden zueinander, erheben ihre Stimmen und wollen die Weichen wieder in Richtung zu einem funktionierendem gemeinwirtschaftlichen Unternehmen in öffentlicher Hand stellen.

Das Anliegen, das alle verbindet: Rettet die Berliner S-Bahn!

Beim gestrigen Netzwerktreffen im Berliner Attac-Treff wurde der Samen für den „Berliner S-Bahn-Tisch“ gelegt. Zum ersten offiziellen Treffen des Runden Tisches wird am Donnerstag, 17. März, um 18 Uhr (voraussichtlich im Haus der Demokratie) eingeladen.


Bereits im Vorfeld hat der Bürgerprotest Form gefunden. So lädt der Berliner Schwabenstreich am kommenden Samstag, 5. März, ab 15 Uhr zur Kultur- und Protestkundgebung unter dem Motto „Steh‘ auf für eine andere Bahnpolitik!“ auf den Potsdamer Platz ein.

Sprechen werden:

Karl-Peter Naumann (Bundesvorsitzender von Pro

Bahn),

Martin Schlegel (Verkehrsexperte des BUND),

Michael Cramer (MdEP,

verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen im

Europa-Parlament),

Sabine Leidig (MdB, Die Linke, Mitglied des

Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags),

Bernhard Knierim (Bündnis

Bahn für Alle)

sowie ein/e. Vertreter/in der Initiative „Berlin fährt frei“.

Das Kulturprogramm gestalten:

der Berliner Liedermacher Tom Duerner

der Kabarettist Gerald Wolf

der offizielle Sambaband der Grünen, die „Green Igelz“

sowie die Berliner Rap-Band „Tapete“.

Und schon am Dienstag, 8. März, laden das Bündnis Bahn für Alle, attac Berlin, Forum Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegung (Berlin) sowie das Berliner Krisenbündnis zur Podiumsdiskussion „Rettet die Berliner S-Bahn!“ um 19 Uhr ins Haus der Demokratie (Greifswalder Straße 4) ein.

Auf dem Podium diskutieren zum S-Bahn-Chaos in Berlin:

Winfried Wolf (Verkehrswissenschaftler),

Peter Polke (Vertrauensperson der EVG und Mitglied im Betriebsrat der S-Bahn Berlin),

Jörg Kronberg (Gewerkschaftssekretär der EVG),

Carl Waßmuth (ProBahn Berlin),

Rouzbeh Taheri (Berliner Bündnis „Wir zahlen nicht für Eure Krise“).

Moderation: Lucy Redler

Seit über zwei Jahren herrscht bei der Berliner S-Bahn Chaos:

  • Viele Züge sind aufgrund von Wartungsmängeln nicht einsatzfähig
  • Zeitweise können ganze S-Bahn-Linien nicht mehr bedient werden
  • Ein dauerhafter Notfahrplan mit ausgedünnter Zugfolge und verkürzten Zügen schafft keine ernsthafte Abhilfe

Die Fahrgäste müssen sich nach langen Wartezeiten in überfüllte Züge drängen. Viele

Beschäftigte in Berlin brauchen für ihre Fahrt zur und von der Arbeit die doppelte Zeit. Auch die MitarbeiterInnen der S-Bahn stehen unter einem enormen Druck. Tagtäglich sind sie mit der berechtigten Empörung ihrer Fahrgäste unmittelbar konfrontiert. Zugleich mussten sie zusehen, wie die Geschäftsführung der S-Bahn und der letzten Endes verantwortliche Vorstand bei der DB AG das Unternehmen immer tiefer in die Krise fuhr. Alle Warnungen aus der Belegschaft als auch die Vorschläge kompetenter MitarbeiterInnen wurden in der Vergangenheit von der Geschäftsführung ignoriert.

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Eine Antwort zu “Weichen neu stellen: „Berliner S-Bahn-Tisch“ in Gründung

  1. Jürgen Hofmann

    Es wird Zeit, daß sich die Berliner ihre S-Bahn wieder zurückholen. Diesen seelenlosen Managern, die von den Erfordernissen eines funktionierenden Bahnverkehrs keine Ahnung haben (wollen), muß das „Handwerk“ gelegt werden. Ein S-Bahn Eigenbetrieb beim Land Berlin/Brandenburg mit Eigentum des Netzes und öffentlicher Kontrolle ist das „Gebot der Stunde“. Nur so können die Interessen der Berliner tatsächlich durchgesetzt werden. Dafür braucht es eine große Öffentlichkeit und „Druck von unten“ auf die lahme Verkehrssenatorin. Die Bewilligung von „Planungsmillionen“ für die Stadtautobahn zeigt, welche Prioritäten in der Verkehrspolitik tatsächlich gesetzt werden.

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